St. Martin

Kirche und Gemeindezentrum St. Martin liegen unmittelbar im Zentrum des Märkischen Viertels. Vom Marktplatz aus erschließt sich das Gebäude als Gebilde fensterloser Würfel aus schalungsrauhem Beton. In unterschiedlichen Dimensionen greifen sie ineinander. Der rechteckige Turm mit eingeschnittenem Kreuzzeichen ist in eine Ecke des Marktplatzes eingegliedert.

 

Der gesamte Gemeindekomplex umfasst neben der Kirche einen Kindergarten, einen Hort und eine 4 Klassenschule der Stammschule Salvator. Diese erstrecken sich vom Kirchbau in Richtung Königshorster Strasse. Den anderen Winkel bilden die Gemeinderäume mit Gemeindebüro und einem großen Saal. Daran schließt sich ein Seniorenwohnhaus der Caritas an. Zusammen entsteht so ein fasst geschlossenes Karree.

Die vier Kirchenglocken wurden in der Glockengießerei Rudolf Perner in Passau gegossen und am Sonntag, dem 6. September 1981, in der Kirche vor dem Hauptgottesdienst geweiht. Jede der vier Bronzeglocken ist mit einem Bild geschmückt  und einem besonderen Glockenspruch,  den man umlaufend unterhalb der Krone lesen kann.

Die Petrus-Glocke in fis' hat ein Gewicht von 800 Kg und ist unserem Bistumspatron geweiht. Ihr Spruch: "Du aber stärke deine Brüder." ( Lk. 22,32 )

Die Paulus-Glocke in a' hat ein Gewicht von 500 Kg. Der Völkerapostel will ermutigen, wenn er schreibt: "Erlahmt nicht im Eifer, seid feurigen Geistes, dient dem Herrn!" ( Röm. 12,11 )

Die Hedwig-Glocke in h' wiegt 350 Kg. Sie ist der Patronin unserer Bischofskirche und zugleich Patronin der Schlesier gewidmet und trägt den Wappenspruch unseres verstorbenen Kardinals Julius Döpfner: "Wir verkünden Christus den Gekreuzigten." ( 1 Kor. 1,22 )

Die Marien-Glocke in d' hat ein Gewicht von 200 Kg. Sie läutet zum Angelus und wiederholt so mehrmals am Tage, was Maria bei der Hochzeit zu Kana den Dienern geraten hat: "Was er euch sagt, das tut." ( Joh. 2,5 )



Die Glockengießerei Perner in Passau kann auf eine drei Jahrhunderte dauernde Tradition im böhmischen Budweis zurückschauen. In 13 Kirchen Berlins läuten inzwischen ihre Glocken, die wegen ihres weichen, singenden Tones und wegen ihres überaus langen Nachhalls sehr geschätzt sind.

Sanierung tut Not

Die Kirche St. Martin und das Gemeindezentrum sind in der Zeit zwischen 1960 und 1973 gebaut worden. Eine Zeit in der der Beton ein sehr beliebter Baustoff war. Es war aber auch eine Zeit, in der die Vorschriften im Betonwesen den Anforderungen durch die Umwelt nicht mehr gerecht wurden. Ohne von fehlerhaften Ausführungen abzusehen. Gerade in der Stadt Berlin, in der Betonkonstruktionen in dieser Zeit in großem Maße entstanden sind, wurden schon nach wenigen Jahren erhebliche Betonschäden festgestellt. Die Kirche von St. Martin und das Gemeindezentrum, architektonisch en kubischer Bau, in dem die einzelnen Baukörper wie Würfel zusammengestellt wurden, dessen Außenflächen aus Beton, mit einem Brettschalungsmuster ausgeführt wurden, weisen schon seit geraumer Zeit Betonschäden auf. Der Kirchenvorstand von St. Martin hat deshalb 1998 eine Betonsanierung beschlossen.

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